Elba- (im Altertum Ilva oder Aethalia genannt), Insel im Tyrrhenischen
Meer vor der Westküste Italiens, Teil der Provinz Livorno in
der Region Toskana.
Die Insel liegt zwischen Korsika und der italienischen
Maremmenküste, von der sie durch den Kanal von Piombino
getrennt ist, und gehört zusammen mit Gorgona,
Capraia, Pianosa, Montecristo und Giglio zur Toskanischen
Inselgruppe. Die drittgrößte Insel Italiens umfasst
eine Fläche von 223,5 Quadratkilometern und besitzt eine gebirgige
Landesnatur; höchste Erhebung ist der im Westen gelegene Monte
Capanne (1 019 Meter). Die knapp 150 Kilometer lange Küste
wird von Sandstränden und felsigen Abschnitten eingenommen.
Auf der ursprünglich fast völlig von Wald bedeckten Insel
wechseln heute Strauch- und Graslandschaften mit Waldgebieten ab.
Auf Elba herrscht ein mildes Klima, auf dem fruchtbaren Boden werden
Oliven, Obst und Wein angebaut.
Eine wichtige Einnahmequelle stellt bei rund zwei Millionen Urlaubern
pro Jahr der Fremdenverkehr dar. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig
ist der Fischfang. Die traditionelle Landwirtschaft, die die u.
a. Wein- und Obstanbau umfasst, spielt mittlerweile eine untergeordnete
Rolle. Wichtigstes Zentrum Elbas ist die im Norden der Insel gelegene
Hafenstadt Portoferraio, in der die meisten der etwa 30 000 Inselbewohner
leben. Weitere größere Orte sind Cavo,
Rio
Marina, Porto
Azzurro, Lacona,
Pomonte, Marina
di Campo, Procchio
und Marciana
Marina. Zu den historischen Sehenswürdigkeiten gehört
u. a. die Villa Napoleone, die heute als Museum genutzt wird.
Die Insel wurde erstmals von den Etruskern besiedelt. Im 16. und
17. Jahrhundert war Elba Ziel von Auseinandersetzungen zwischen
Spanien, Frankreich und Florenz. Im Jahr 1738 fiel Elba an das Haus
Lothringen. Vom 3. Mai 1814 bis zum 26. Februar 1815 lebte Napoleon
I. hier in Verbannung. 1860 kam Elba an das neu gegründete
Königreich Italien, nachdem die Insel bereits 1815 Toskana
zugesprochen worden war.
Während die toskanische Küste hauptsächlich von
Italienern besucht wird, tummelt sich auf Elba ein internationales
Ferienvolk. Elba ist die drittgrösste italienische Insel. Bis
zu 1000 m hohe, kahle Granitgipfel besitzt das bergige Eiland, in
den Küstenregionen gedeiht zum Teil üppige Vegetation.
Ausserdem: felsige Küsten mit vielen kleinen Buchten, teils
kiesig, teils mit Sandstränden – und kristallklarem Wasser!
Viele einsame Buchten sind nur zu Fuss oder mit dem Boot zu entdecken.
Am wenigsten erschlossen ist sind der Westen, die Küste nordöstlich
von Portoferraio bis zum Capo Vita und der Südzipfel im Osten.
Portoferraio:
Die hübsche Inselhauptstadt auf einer Landzunge ist die wichtigste
Anlaufstelle der Fährten und Segelschiffe. Trotz vielfältiger
Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten lohnt sich ein längerer
Aufenthalt nicht besonders. Porto
Azzurro: Hübschester Hafenort der Insel.
Hier legen die Fährschiffe aus Piombino an, ausser schwere
Motorjachten sieht man auch einige Fischkutter. Lacona:Grosse Sandbucht mit Pinienwälder an beiden Flanken.
Im Sommer findet man eine richtige Zelt- und Caravansiedlung vor,
denn sechs Campingplätze erstrecken sich zu beiden Seiten der
Bucht. Marciana
Marina:lebhafter Hafenort mit schönem,
geschlossenem Ortsbild. Eine lange Uferpromenade mit vielen Bars,
Restaurants und kleinen Läden zieht sich ca. 1 km bis zum Hafen
am anderen Ende der Bucht. Er wird vom alten Festungsturm Torre
pisana überragt. Daneben der Strand La Fenicia aus grossen,
glatten Kieselsteinen. Der Ort ist ein guter Ausgangspunkt für
Wandertouren auf dem Monte
Capanne.